Erlebte Kindheit – Vom Schweinehirt zum Heimatforscher

Erlebte Kindheit – Vom Schweinehirt zum Heimatforscher
Hans-Jürgen Wehrle beim Schweinehüten

Die Pilotfolge des im Februar 2021 erschienenen Podcasts „Simonswald – Ein Schwarzwalddorf erzählt…“ berichtet von Hans-Jürgen Wehrles abenteuerlicher Kindheit. Klicken Sie auf „Weiterlesen“, um die Folge abzuspielen und mehr zu erfahren.


Schwierige Monate zu Beginn

Ende 1953 brachte ihn die ledige Maria Wehrle vom Simonswälder Fallerhof als drittes Kind im Freiburger Josefshaus zur Welt. Maria war nicht krankenversichert und musste ihren Sohn zunächst durch Arbeitsleistung in Wäscherei und Küche abverdienen. Seinen Namen erhielt Hans-Jürgen vom Pfarrer.

Während seine Mutter im Anschluss als Wäscherin und Köchin in Kollnau arbeitete, kam Hans-Jürgen zunächst beim Kinderhort der Barmherzigen Schwestern in Waldkirch unter. Erst nach einigen Monaten wohnten Mutter und Sohn gemeinsam bei einem Bäcker in Kollnau und anderen Unterkünften.

Nach einiger Zeit ging es schließlich zurück zum elterlichen Fallerhof, wo der Empfang jedoch alles andere als herzlich war. Die Großmutter war wenig begeistert, dass Marie einen „weiteren Fresser an den Tisch“ bringt, es seien schließlich noch sieben weitere Kinder zu versorgen.

„14. Mai 1956: rotblondes, dreijähriges Kind zu verschenken“

Buch "Leben am Rand - Geschichten aus Südbaden"
Buch „Leben am Rand – Geschichten aus Südbaden“

So wurde diese Schlagzeile geboren, die zugleich die Überschrift des gleichnamigen Beitrags im Buch „Leben am Rand – Geschichten aus Südbaden“ ist. Dort ist diese Kindheitsgeschichte in Auszügen im „Band 6: Lebenswelten im ländlichen Raum“ erschienen. Das Buch ist aktuell vergriffen, dennoch sind unten Links zu diversen Onlineshops aufgeführt. Eine Nachfrage im Buchhandel lohnt sich in jedem Fall.

Nachbarn meldeten den Streuner beim Jugendamt

Auch zuhause in Simonswald musste die Mutter tagsüber arbeiten, so dass der kleine Hans-Jürgen eigentlich in der Obhut seiner Großmutter aufwuchs. In der Realität jedoch zeigte diese wenig Interesse. Er streunte überwiegend unbeaufsichtigt in der Siedlung beim Neuenberg umher, so dass schnell Nachbarn auf das „verwahrloste Kind“ aufmerksam wurden. Sie gaben ihm zu essen und Kleidung und informierten letztlich auch das Jugendamt.

„Meist kam ich im Winter ohne Hose und Strümpfe daher, so dass mich aufmerksame Nachbarn aufnahmen.“

Zum Glück kennt man sich im Dorf: auch die Brennerbäuerin erfuhr von der Sache und setzte alle Hebel in Bewegung, um den Kleinen vor dem Heim zu bewahren. So wurde Hans-Jürgen an ihr früheres Kindermädchen, Rosa Fehrenbach vom Simonshof, vermittelt, die zusagte, den Jungen „mal ein paar Tage oder Wochen“ im ohnehin zahlreich besetzten Haushalt aufzunehmen.

Schließlich wurde der bitterlich weinende Hans-Jürgen abgeholt, war unbewusst quasi der erste Fahrgast des späteren Taxi-Unternehmens Schonhardt vom Brennerhof und wurde in sein neues Domizil gebracht, den Simonshof in Obersimonswald. Erstmals verlief dort das Leben in geordneten Bahnen und er wurde als Pflegekind bestens in die Großfamilie Fehrenbach integriert.

Der Simonshof im Jahr 2013 beim alle zwei Jahre stattfindenden Familientag des Musikvereins Obersimonswald
Der Simonshof im Jahr 2013 beim alle zwei Jahre stattfindenden Familientag des Musikvereins Obersimonswald

Erstmals in geordneten Bahnen: Hans-Jürgens Neustart beim Simonshof

Beim Simonshof erhielt Hans-Jürgen auch sein eigenes Zimmer, ein kleines Stübchen neben der Küche mit einem großen Bett samt „Helmensack“ – ein damals übliches Strohbett.

Sehr positiv bewertet er noch heute die damalige völlig gewaltfreie und dennoch strenge Erziehung. Bei den Mahlzeiten etwa waren ausnahmslos alle anwesend und hatten zu gehorchen. Auch schöpfte die Pflegemutter das Essen, die Kinder durften es sich also nicht selbst nehmen. Besonders blieb ihm sein erstes Stück Buttercremetorte anno 1958 in Erinnerung, welches er zur Hochzeit einer Tochter des Hofs erhielt.

Schweine sind einfacher zu hüten als Kühe

Allmählich begann dann auch der Arbeitsalltag. Eine seiner ersten Tätigkeiten war das titelgebende Hüten der fünf Schweine, die wesentlich umgänglicher waren als die teilweise störrischen Kühe.

Seit jeher weilen auf dem Simonshof immer wieder auch Feriengäste, die damals dem kleinen Hans-Jürgen auch gelegentlich neue Kleider schenkten. Im Übrigen kann bis heute „Ferien auf dem Bauernhof“ auf dem Simonshof gebucht werden, siehe unterstehender Link.

Mangels Kindergarten in der damals noch eigenständigen Gemeinde Obersimonswald ging es für Hans-Jürgen schließlich direkt zur Schule. Ab April 1960 wurde also der rund einstündige Marsch zur Schule mit drei weiteren Kameraden angetreten – selbstverständlich noch zu Fuß, das Fahrrad gab’s erst zum Weißen Sonntag. Der Schuleintritt war damals oft auch der erste Kontakt überhaupt zu anderen Kindern außerhalb des eigenen Haushalts.

„Den Schnuller und das Fläschchen versteckten wir kurz vor der Schule… das musste ja niemand mitbekommen.“

Der Schulalltag und die Ferien

Neben strenger Lehrerschaft war die Schulzeit auch von Streichen und Unfug geprägt. Es kam vor, dass Schüler gelegentlich mit den Worten „Geh raus, Du stinkst!“ des Klassenzimmers verwiesen wurde, nachdem diese dann doch ein wenig zu viel Stallgeruch mitbrachten. Und auch, dass man Läden oder Bäckereien mit einigen Süßigkeiten mehr verließ als man bezahlte, war Teil des dörflichen Zeitgeists und dürfte inzwischen verjährt sein.

Hans-Jürgen Wehrle (mit Mütze) mit seinen Pflegeeltern Christian sen. Und Rosa Fehrenbach vom Simonshof beim Holzsägen, entstanden 1960 im Kilpenwald
Hans-Jürgen Wehrle (mit Mütze) mit seinen Pflegeeltern Christian sen. und Rosa Fehrenbach beim Holzsägen, entstanden 1960 im Kilpenwald

Während der Schulferien wurde selbstverständlich auf dem Hof mitgeholfen. Die Bauern freuten sich oft, dass die ganze Kinderschar auch tagsüber eingeplant werden konnte. Die schon damals langen Sommerferien wurden mit Heuen, Waldarbeiten, Beerenpfücken beim Brend und weiteren Tätigkeiten verbracht und auch die Herbstferien kamen nicht ohne Grund zu ihrem Spitznamen „Herdepfelferien“. Von den 5 DM, die beim Verkauf der Beeren an die Gastronomie in der Woche zusammenkamen, blieben immerhin 2 Mark übrig – der Rest wurde zuhause trotz großer Proteste abgenommen und aufs Sparbuch verbannt. Das fehlende Schwimmbad wurde kurzerhand durch Spielen mit den Nachbarskindern im Bach ersetzt – auch der eher ängstliche Hans-Jürgen war als Nichtschwimmer im sicheren Waschzuber mit von der Partie.

Auch zur der Vorbereitung der Apfelmost-Herstellung trug Hans-Jürgen entscheidend bei: denn er war noch klein genug, um in die riesigen Fässer zu steigen und diese von innen zu reinigen. Dass diese zur Abtötung der Keime ausgeschwefelt wurden, die Rückstände zunächst ausgebürstet werden mussten und so nicht jeder Atemzug sonderlich gesund war, zählte ebenfalls zum Zeitgeist.

Fernseher, Radio und der Kampf mit den Antennen

Einen Fernseher war zunächst fremd – zuhause gab’s diesen erst ab 1969 zur Hochzeit des Jungbauers. Zwar stand im örtlichen Gasthaus Erle schon zuvor ein solches Gerät, mit dem unter anderem die Fußball-WM 1966 verfolgt wurde, jedoch hatte die Jugend keinen Zutritt.

Alternativen Rundfunkgenuss bot Hans-Jürgen und seinen Freunden stattdessen ein kleines Radio, ein Nachfolger des Volksempfängers, von der inzwischen aufgelösten SABA Schwenningen. Der Empfang wurde durch Experimente mit Bananensteckern, Draht und dem umgekehrten Deckel des Kartoffeldämpfers als Parabolspiegel sichergestellt. Das Tüfteln wurde belohnt: schon bald tönte Schweizer Volksmusik des einzigen empfangenen Senders „Radio Beromünster“ durch die Küche.

Es folgten erste eigene Erfahrungen mit einem Fernseher im Engeldörfle. Auch dort hatte man gelegentlich mit schlechtem Empfang zu kämpfen, um „Heidi“ und andere – ebenfalls Schweizer – Produktionen zu verfolgen. Entsprechend wechselten sich Hans-Jürgen und seine Freunde ab beim Antenne richten im Garten, wohlgemerkt auch bei schlechtem Wetter.

Gelbsucht und Erstkommunion

Zurück von den späten Unterhaltungsmedien ins Jahr 1962, denn dort kämpfte Hans-Jürgen zunächst mit einer schlimmen Gelbsucht. Er wurde immer schwächer, blasser, verlor dramatisch an Gewicht und bekam schließlich riesige Würmer. Erneut kam das Jugendamt ins Spiel und verpasste dem Kleinen eine mehrwöchige Kur bei Barmherzigen Schwestern in der Nähe von Haigerloch – verbunden mit großem Heimweh.

Hans-Jürgen Wehrle zur Erstkommunion beim Simonshof, entstanden im April 1963, 4 Wochen später, weil am eigentlichen Weißen Sonntag keine Kamera zugegen war, fotografiert von Wilhelm Hug vom Gallihof
Am Weißen Sonntag beim Simonshof, entstanden im April 1963 – 4 Wochen später, weil am eigentlichen Termin keine Kamera zugegen war

Erfreulicher war das Folgejahr 1963, in dem Hans-Jürgen seine Erstkommunion feierte. Zum Weißen Sonntag gab es von Leuten im Dorf seinen ersten Anzug, eine Nachbarsfrau nähte einen Pullover. Für Erstaunen beim kleinen Hans-Jürgen sorgte zunächst die Aufforderung des Pfarrers, auch die Paten zum Fest einzuladen. Auf Nachfrage bei der Pflegefamilie kam mithilfe der leiblichen Mutter Licht ins Dunkel: einen Patenonkel gab es keinen, Patentante war ihre jüngste Schwester Rosa – die hiervon zwar gar nichts wusste, ihre Pflicht dann aber erfreut wahrnahm.

Auf den Spuren des Vaters

Im Übrigen wusste Hans-Jürgen bis zu diesem Zeitpunkt auch nichts von seinem leiblichen Vater. Erst später um diese Zeit kam nach einem Gottesdienst eine ältere Dame auf ihn zu – seine frühere Hebamme und zugleich Kirchendienerin – und konfrontierte ihn mit dem Namen „Bach Sepp“. Zurück daheim fragte Hans-Jürgen umgehend die Pflegeeltern zu seinem leiblichen Vater, erhielt aber eine wenig zufriedenstellende Antwort.

„Ach, Bub… das erzähle ich Dir später einmal, wer dieser Bach Sepp ist.“…

Ein sehr erfreulicher Zufall ereignete sich während der Aufzeichnung dieser Folge im Proberaum der Trachtenkapelle Simonswald: auf einem der älteren Fotos an der Wand entdeckte Hans-Jürgen zufällig seinen Vater – laut Bildunterschrift Sepp Rösch genannt.

Bis zu dieser Erkenntnis war es für Hans-Jürgen mitunter schwierig zu realisieren, dass er niemanden hatte, zu dem er „Vater“ und „Mutter“ sagen konnte. Die leibliche Mutter wurde nur etwa einmal im Jahr besucht. Und die Pflegeeltern – ihrerseits Jahrgang 1900 und 1908 – wurden nicht etwa geduzt, sondern mussten mit „Ihr“ bzw. „Vetter“ und „Tante“ angesprochen werden. Dies ging rund zwanzig Jahre so, bis er auch diese duzen und mit Mama und Papa ansprechen durfte.

Der Mond als Ministrant

Hans-Jürgen Wehrle als Ministrant, entstanden am Erntedank-Fest 1964
Als Ministrant, entstanden am Erntedank-Fest 1964

Die Schulzeit war nicht immer von guten Zeugnissen begleitet – zum Lernen blieb kaum Zeit, Hausaufgaben wurden meist blindlings abgeschrieben. Zumindest die Eins in Religion war Hans-Jürgen als Ministrant sicher – schließlich war er bei den Frühgottesdiensten um 7 Uhr mit seinem Kameraden Hubert stets zur Stelle.

Bereits seit etwa dieser Zeit wurde Hans-Jürgen mehr und mehr unter seinem Spitznamen „Mond“ bekannt. Ursprung sind, den Erzählungen nach, die vielen Mondgeschichten, die er als Kind wohl öfter zum Besten gab.

Der Tag des Herrn auf dem Simonshof

Die Sonntage auf dem Simonshof waren von Ruhe und Andacht geprägt. Während man in den Sommermonaten auch am Tag des Herrn fleißig arbeitete, da schließlich wie während der Schulferien alle „Arbeitskräfte“ zur Verfügung standen, spielten in den Wintermonaten der Gottesdienst und auch der Rosenkranz zuhause eine große Rolle.

„Sonntagsgottesdienst ist Ehrensache“, so der Pflegevater.

Aber auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz, man spielte unter anderem auch so manche Stunde „Schwarzwald-Cego“, siehe Link am Ende. Alle zwei Wochen holte der Pflegevater zudem sein Familienalbum hervor und erzählte Geschichten zu den Fotos der oftmals bis zu 60 Personen großen Hochzeitsgesellschaften aus dem 19. Jahrhundert. Da war es um den kleinen Hans-Jürgen geschehen und er hat seine Leidenschaft entdeckt – der Grundstein des Heimatforschers war gelegt.

Alte Fotos und Schriftstücke – Hans-Jürgen wird zum Heimatforscher

Exemplarisches Dokument in alter Schrift, Brief eines jungen Simonswälders vom 23.10.1870 in Freiburg an seine Eltern
Exemplarisches Dokument in alter Schrift, Brief eines jungen Simonswälders vom 23.10.1870 in Freiburg an seine Eltern

Noch etwas reizvoller als die Fotos, die Hans-Jürgen inzwischen auswendig kannte, waren zunächst die handgeschriebenen Unterlagen, die im Anschluss angesehen wurden wie Briefe, Formulare, sonstige Schriftstücke. Diese ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert stammenden Dokumente waren in der damals üblichen Kurrent-Schrift, dem Vorläufer der späteren Sütterlin-Schrift, verfasst. So lehrte der Pflegevater Hans-Jürgen das Lesen dieser altdeutschen Schreibschrift – wohlgemerkt Buchstabe für Buchstabe.

Pfarrerles bei der Hofkapelle und erstes Taschengeld

Noch heute fester Bestandteil des Simonshofs ist die zugehörige Hofkapelle. Damals noch in miserablem Zustand wurde zumindest das Innenleben von Hans-Jürgen mit etwa 10-12 Jahren liebevoll hergerichtet. Oft spielte er „Pfarrerles“ und betete vor der Kapelle. Beim Putzen des Altars entdeckte er im Gebälk die Jahreszahl 1756 – ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Heimatforscher. Ein netter Nebeneffekt seiner Mühen war, dass die Wanderer auf ihrem Weg zu den Zweribachwasserfällen oder nach Wildgutach oft etwas Geld in Hans-Jürgens Kässchen vor der Kapelle warfen: „Milde Gaben für den Blumenschmuck“ schrieb er auf das Schild. An Fronleichnam – dem „Herrgottstag“, wie er in Simonswald heißt – gestaltete er sogar hin und wieder einen Blumenteppich.

Neben diesem Zubrot erhielt er sein erstes richtiges Taschengeld von seiner leiblichen Großmutter väterlicherseits. Diese ging nach einem Gottesdienst auf ihn zu, drückte ihm einen Geldbetrag in die Hand und meinte zu seiner Pflegemutter, er könne „für all das ja schließlich nichts“ und gehöre zu ihren Enkeln wie alle anderen auch. Entsprechend erfreut wartete er fortan nach den Gottesdiensten auf seine Großmutter, um die übliche Mark entgegen zu nehmen. Im Übrigen, so erinnert sich Hans-Jürgen, war es auch eben jene Großmutter, die ihm zum Weißen Sonntag ein größeres Geldgeschenk machte und die er dort erstmals innig in den Arm schließen konnte.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Inzwischen war die Schulzeit vorüber und man suchte eine Lehrstelle. Mit knapp 14 Jahren fuhr er mit seine Mutter erstmals in die „Amtsstadt Waldkirch“. Dort begann er fortan eine Lehre beim Bekleidungsgeschäft Reich. Allein und entsprechend schüchtern und nervös ging er zum Vorstellungsgespräch und erhielt vom Chef gleich die Ansage:

„Zeugnis brauchst Du mir keines bringen… arbeiten musst Du können! Am 1. August 1968 geht es los.“

Dennoch musste er weiterhin zuhause morgens im Stall schoren und die Kühe melken. Der Tag begann um 5 Uhr, der Bus nach Waldkirch fuhr um 7 Uhr. Auch abends nach der Rückkehr wurde nochmals mitgeholfen, so dass der Tag nicht selten bis nach 19 Uhr dauerte. Erstmals allerdings erhielt er auch für die Arbeit auf dem Hof ein wenig Geld. Das brauchte er auch, da von seinen 75 DM Monatslohn allein fast ein Drittel für die Busfahrkarte drauf gingen.

Rückblick, Morgenläuten und Heimatforschung

Hans-Jürgen als Heimatforscher im Jahr 2006
Hans-Jürgen als Heimatforscher im Jahr 2006

Insgesamt zog Hans-Jürgen ein positives Fazit aus seiner Kindheit. Zwar ging es recht holprig los, mündete aber in einem sehr schönen Leben auf dem Simonshof. Besonders betonte er die Sparsamkeit, die Bescheidenheit und auch die Frömmigkeit, die in je bis ins heutige Alter geprägt hätten.

Ein Schmankerl dieser Folge ist auch der kleine eingefügte Ausschnitt aus dem „SWF1 – Morgenläuten“, welches 1990 in Simonswald durchgeführt wurde. Der Reporter Lothar Walser interviewte seinerzeit mit Hans-Jürgen im Schlepptau einige Simonswälder, darunter auch den ihn selbst. Unter anderem bot er einen Einblick, wie es zu seiner Leidenschaft als Heimatforscher kam. Herrlich leidenschaftlich und in breitem Simonswälder Dialekt vorgetragen

Dies war die Pilotfolge. Haben Sie schon reingehört? Dort gibt es mehr zu hören, als es hier zu lesen gibt. Wenn ja, wie hat es Ihnen gefallen? Wurden Ihre Erwartungen nach Hören des Teasers erfüllt? Geben Sie uns gerne Rückmeldung in den Kommentaren, wir freuen uns darauf.

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5 Kommentare zu „Erlebte Kindheit – Vom Schweinehirt zum Heimatforscher

  1. Eine hervorragende Reportage. Ein authentischer Rückblick in die 1950/60iger Jahre. Ich selbst bin auch Jahrgang 1953, Simonswälder. Ich kann alles mehr als bestätigen, das was HJ Wehrle vorgetragen hat. Meine uneingeschränkte Anerkennung und größtes Lob dem Simonswälder Heimatforscher Hans-Jürgen Wehrle

  2. Vielen Dank für diesen Podcast, als gebürtiger Simonswälder, nun im Schwabenland, ist ein Stück Heimat zurückgekehrt.

  3. Herzlichen Glückwunsch, ein super Beitrag! Unglaublich interessant und sehr gut gemacht, wir sind begeistert!

  4. Eine tolle Folge eines sehr interessanten und gut gemachten Podcasts. Kompliment an alle Beteiligten!!!
    Noch habe ich nicht alle Folgen durch, aber mir als Simonswälderin, die nun im Schwabenland lebt, wird mit dem Podcats ein Stückchen Heimat ins Wohnzimmer gebracht. Danke dafür!

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